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Review: Mad Max Das Videospiel

Mit Mad Max haben wir seit langem mal wieder ein Spiel auf Herz und Nieren geprüft und mit den allgemeinen Bewertungen verglichen, die kurz nach Release des Spiels herauskamen und sagen euch, ob mehr hinter den Wertungen steckt und warum es sich lohnt Mad Max zu spielen!

Mad Max von Warner Bros Interactive ist keines der Lizenzspiele mit dem nur Geld zu einem Filmrelease gemacht werden soll. Es stellt ein komplett eigenes, vollwertiges Spiel da, was nicht an die Geschichte des Films Mad Max Fury Road oder die alten Mel Gibson Originale anschließt. Es verfolgt eine eigene Geschichte bleibt der Mad Max Filmvorlage allerdings jederzeit treu.

Das Spiel beginnt in dem Max ausgeraubt wird und zum Sterben in der Einöde zurückgelassen wird. Gefunden und aufgepeppelt wird er dann von seinem zukünftigen Side, Chumbucket. Dieser ist ein verschrobene, fast irre wirkender Quasimodo-Verschnitt. Doch der bucklige Mechaniker erweist sich als Segen und begleitet euch fortan auf eurem Rachefeldzug. Bei dem Raub wurden nicht nur das Frühstücksgeld und die Zahnspangenbox von Max geklaut, sondern auch sein leistungsstarkes Gefährt mit dem so wichtigen V8 Motor.

mad-max-fahrzeugschlacht

Das Spiel findet in einer großen offenen Spielwelt statt. Obwohl diese vornehmlich aus sehr trostloser Wüstenlandschaft und Endzeitsettings besteht, stellt dies keine Schwäche dar. Die Entwickler haben es geschafft eine derart einfache Welt homogen in das Spiel zu integrieren, die zu keinem Zeitpunkt langweilig wird oder man sich der Map überdrüssig wird. Die Grafik mit der das Setting dargestellt wird ist überraschend gut und in Kombination mit dem Spielsound wird eine einzigartige Endzeitatmosphäre erzwungen, die ich jederzeit dem Spiel abkaufe. Die Spielsound, insbesondere der Motorenlärm ist, wie bereits erwähnt ein richtig guter und wichtiger Bestandteil des Spiels, aber nach ca. 10 bis 15 Spielstünden hat man das Gefühl, dass noch irgendwas fehlt. Es fehlt nach meinem Begriff ein passender Soundtrack. Das Spiel kommt ohne begleitende Musik aus. Und auch wenn davon auszugehen ist, dass es natürlich keine Radiosender in dieser post-apokalyptischen  Welt gibt, so hätte ich mir doch insbesondere bei den Fahrten und Autoschlachten eine Untermalung mit Gitarrenriffs gewünscht. Schaut man sich beispielsweise den neuen Mad Max Film an, der ausschließlich aus einer Verfolgungsjagd besteht, so sieht man, was eine musikalisch passende Untermalung zusätzlich bewirken kann. Aber allein die Tatsache, dass ich mindestens 10 Stunden gebraucht habe, bis mir dies das erste Mal auffiel, spricht enorm für das Setting und die Atmosphäre, die mich solange gefesselt haben.

Leider wird die Spielwelt nicht so stark genutzt, wie man es hätte tun können. Zwar gibt es einige optionale Missionen, aber nur wenige. Der Großteil des Spiels, insofern man es komplett ausschlachten will, besteht aus dem sammeln von Loot und dem abarbeiten von gegnerischen Basen. Diese wiederholen sich in ihrer Handhabung ab dem zweiten Mal und bieten nur wenig spielerische Abwechslung. Dass ich überhaupt die Motivation hatte die ganzen Lager von Gegnern zu befreien lag an dem motivierenden Kampfsystem des Spiel. Die Prügeleien finden in einer Art Freeflow statt. Allerdings nicht wie bei der Batman Reihe, bei Mad Max warten die umstehenden Gegner nicht bis du deinen Move vollendet hast, sondern greifen auch mal früher an, so dass du nicht in der Lage bist alle Angriffe zu blocken oder zu kontern. Die Schläge die mal austeilt oder einsteckt wirken immens brachial und der Sound bei der Trefferabfrage wirkt so brutal, dass es mir jetzt noch ein Lächeln ins Gesicht zaubert, während ich nur darüber schreibe.

Mad Max The Videogame von Warner Interactive

Ebenfalls sehr motivierend sind die immer präsenten Autofahrten im Spiel, egal ob man nur durch die Wüste zur nächsten Mission fährt, von fahrenden Warboys angegriffen wird, eine Kolonne überfällt oder an den vielen Rennen teilnimmt, es ist stets ein Genuss hinter dem Lenkrad zu sitzen.

Das Spiel kann sehr sich langwierig anfühlen, allerdings steht es einem auch halbwegs frei die Hauptmissionen frühzeitig zu beginnen und abzuarbeiten. Die Hauptmissionen sind im Übrigen sehr schön inszeniert und die Geschichte wird mit einer Game of Thrones ähnlichen Konsequenz erzählt. Auch die Zwischensequenzen sind so stimmungsvoll, wie die generelle Atmosphäre des  Spiels.

Fazit: Es ist bekannt, dass wir auf unserer Internetseite nur Medien präsentieren, an denen wir auch Spass hatten und das war auch bei Mad Max der Fall. Insbesondere die letzten Missionen waren pompös inszeniert und ließen uns das ein oder andere Mal sehr staunen. Das Gameplay ist zwar stark repetitiv aber es hat uns trotzdem eine lange Zeit motiviert. Die Kämpe, mit oder ohne Auto, sind sehr unterhaltsam und bringen uns von Spielstunde zu Spielstunde. Der Wiederspielwert ist eher niedrig aufgrund der sich stark wiederholenden Vorgänge, dennoch bietet es beim ersten Gesamtdurchlauf locker 40 bis 50 Stunden Spielspass. In unserem Fall sogar einige mehr.

 

 

 

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